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 Betreff des Beitrags: Faktencheck - Wirtschaftsaufschwung
BeitragVerfasst: Mi 30. Nov 2011, 13:26 
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Auf der Schnellstraße zur Vollbeschäftigung oder werden wie in der DDR nur alle irgendwie beschäftigt sein ? Die demografische Entwicklung und der ausufernde Niedrigstlohnbereich senken die Zahl der Arbeitslosen ab.

Das Gefühl ist besser als die Lage.

"Es wird einfach wegdefiniert, dieser hohe Berg von Arbeitslosen"


(Die gewonnen Erkenntnisse des Interviews vom Mai 2011 sind auch im November 2011 zutreffend.)

Die Politik die Wirtschatinstitute und die Medien sprechen gerne von einem Jobboom obwohl ihnen bewusst sein sollte, dass viele von ihrer Arbeit nicht leben können. 3 Euro 18 in der Stunde verdient eine Friseurin in Thüringen,
oder 4 Euro 58 in der Stunde für eine Floristin in Brandenburg. Mehr als 20 Prozent aller Erwerbstätigen sind im Niedriglohnbereich beschäftigt, Tendenz stark ansteigend. Einen unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz haben nur noch 60 % aller Erwerbstätigen. Der „Jobboom findet vor allem in der Leih und Zeitarbeit statt. Die BA Statistik versteckt viele Menschen in Ein-Euro-Jobs, Bürgerarbeit oder anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen oder in der Gruppe der über 58 jährigen die in der Regel aus der offiziellen BA Statistik ebenso wie andere Gruppen herausgerechnet werden. Andere haben sich nach dem auslaufen des Arbeitslosengeldes von den Jobcentern zurückgezogen, sie sind zwar auf der Suche nach Arbeit, aber sie sind nicht im Sinne des SGB II bedürftig. Dazu gehören Frauen/Männer die über „Vermögen“ verfügen oder deren Partner ein „Einkommen“ erzielen das über der Grundsicherung liegt. Viele Arbeitslose werden mit prekären Jobangeboten im Niedrigstlohnsektor überhäuft. Nach dem Motto: Kann die Arbeit von anderen noch billiger erledigt werden?

Deutschland auf dem Weg in eine Niedriglohn-Gesellschaft





Eigentlich war es schon immer so, dass eine „Vollbeschäftigung“ durch das absenken der Arbeitslöhne erreichbar ist. Denn 0 € Arbeitsplätze sind unendlich vorhanden.
Je billiger eine Arbeitskraft einsetzbar ist, desto öfter wird diese nachgefragt.
Allerdings muss die Solidargemeinschaft der Steuerzahler die Grundsicherung dieser billigen Arbeitskräfte finanzieren und somit die Gewinne der Arbeitgeber subventionieren.

Im Übrigen die Mär der Wirtschaft/Wirtschaftsinstitute/Politik/Systemmedien vom Aufstieg oder dem „Sprungbrett Niedriglohn“ wird durch den exorbitant hohen Anstieg der prekären Beschäftigung in Vollzeitbeschäftigten mit Niedriglöhnen durch die BA – Statistik eindeutig widerlegt.


Deutschland: Wirtschaftsaussichten Dezember 2011:

(+/- Rechenfehler)






Neues vom Aufschwung xxl und vom imaginären Jobwunder

Nach der Krise in 2009 und der Rekonvaleszenz (Aufschwung xxl) in 2010 befindet sich das bundesdeutsche BIP entgegen der politischen und medialen Jubelarien immer noch unter den Stand von 2008

Beginn der Übersicht 2007

2008
3. Vierteljahr 110,45

Beginn der Übersicht 2009


2011
3 . Vierteljahr 109,89

Das die Datenübersicht nun erst 2009 beginnt ist natürlich Zufall. Und soll keineswegs den Vergleich mit den Zahlen von 2008 erschweren.

Allerdings droht nicht nur eine neuerliche Rezession also ein "Double-Dip" sondern diese wird bereits von der OECD prognostiziert. Die (OECD) erwartet für 2012 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 Prozent




ZEW-IndexKonjunkturerwartungen stürzen auf Drei-Jahrestief - ZEW-Index auf tiefstem Stand seit Oktober 2008



In der Realität gibt es keinen Wirtschaftsaufschwung xxl nicht einmal eine vollständige Rekonvaleszenz denn die Wirtschaftsleistung liegt Saison- und kalenderbereinigt und preisbereinigt immer noch un der von 2008.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mi 30. Nov 2011, 13:26 




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BeitragVerfasst: Di 3. Jan 2012, 12:58 
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Registriert: Do 27. Okt 2011, 00:45
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Ist Deutschland tatsächlich auf der Schnellstraße zur Vollbeschäftigung (Rekordbeschäftigung) oder ist das Ziel das wie in der DDR-Vollbeschäftigung alle irgendwie beschäftigt sind? Die demografische Entwicklung die unfreiwillige Frühverrentung und der ausufernde Niedrigstlohnbereich senken die Zahl der Arbeitslosen ab. Hingegen auch die Vollzeitbeschäftigung immer weiter absinkt die Teilzeitbeschäftigung und Leiharbeit boomt. Der niedrigsten statistisch erfassten Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren stehen 6.937.586 Leistungsempfänger im Leistungsbezug im Rechtkreis SGB II/SGB III als (ALG I, ALG II, Sozialgeld) gegenüber das sind rund 60,5 % mehr Leistungsempfänger als im Dezember 2004. (Ohne Sozialhilfe diese 2004 als auch 2011 rund 1 Million Personen erhalten haben)

"Es wird einfach wegdefiniert, dieser hohe Berg von Arbeitslosen"


(Die gewonnen Erkenntnisse des Interviews vom Mai 2011 sind auch im Januar 2012 zutreffend.)

Die Politik die Wirtschatinstitute und viele Medien feiern euphorisch die „Rekordbeschäftigung“ von über 41 Millionen aufgebläht durch 7,8 Millionen Mini und Midijobs obwohl ihnen bewusst sein sollte, dass viele von ihrer Arbeit nicht leben können. 3 Euro 18 in der Stunde verdient eine Friseurin in Thüringen, oder 4 Euro 58 in der Stunde für eine Floristin in Brandenburg. Mehr als 20 Prozent aller Erwerbstätigen sind im Niedriglohnbereich beschäftigt, Tendenz schnell ansteigend. Einen unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz haben nur noch 60 % aller Erwerbstätigen. Der „Jobboom findet vor allem in der Leih und Zeitarbeit statt. Die BA Statistik versteckt viele Menschen in Ein-Euro-Jobs, Bürgerarbeit oder anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen oder sie gliedert wie die Gruppe der über 58 jährigen einfach aus der offiziellen Statistik aus, diese Gruppe wird in der Regel neben vielen anderen Gruppen von Arbeitslosen aus der offiziellen BA Statistik herausgerechnet. Andere haben sich nach dem auslaufen des Arbeitslosengeldes von den Jobcentern zurückgezogen, sie sind zwar auf der Suche nach Arbeit, aber sie sind nicht im Sinne des SGB II bedürftig. Dazu gehören Frauen/Männer die über „Vermögen“ verfügen oder deren Partner ein „Einkommen“ erzielen das über der Grundsicherung liegt. Viele Arbeitslose werden mit prekären Jobangeboten im Niedrigstlohnsektor überhäuft. Nach dem Motto: Kann die Arbeit von anderen noch billiger erledigt werden? Auch die Zahl der Wohnungslosen nimmt aufgrund von Armut zu.


Deutschland auf dem Weg in eine Niedriglohn-Gesellschaft





Eigentlich ist es schon seit unvordenklicher Zeit immer so, dass eine „Vollbeschäftigung“ durch das absenken der Arbeitslöhne erreichbar ist. Denn 0 € Arbeitsplätze sind seit der frühen Antike unendlich vorhanden.
Je billiger eine Arbeitskraft einsetzbar ist, desto öfter wird diese nachgefragt.
Allerdings muss die Solidargemeinschaft der Steuerzahler die Grundsicherung dieser billigen Arbeitskräfte finanzieren (in 2011 mit 13 Mrd. €) und somit die Gewinne der Arbeitgeber subventionieren.

Im Übrigen die Mär der Wirtschaft/Wirtschaftsinstitute/Politik/Systemmedien vom Aufstieg oder dem „Sprungbrett Niedriglohn“ wird durch den exorbitant hohen Anstieg der prekären Beschäftigung in Vollzeitbeschäftigten mit Niedriglöhnen durch die BA – Statistik eindeutig widerlegt.


Deutschland: Wirtschaftsaussichten Januar 2011:

(+/- Rechenfehler)

Inflationsrate bleibt hoch - Der Preisdruck in Deutschland hält noch immer an.




Neues vom Aufschwung xxl und vom imaginären Jobwunder

Der Leitindex DAX hat im „ gefühlten Wirtschaftsboomjahr 2011“ rund 14,7 % seines Wertes verloren.

Allerdings droht nicht nur eine neuerliche Rezession also ein "Double-Dip" sondern diese wird bereits von der OECD prognostiziert. Die Prognose zum Wirtschaftswachstum Deutschland 2012 sieht äußerst übel aus. So rechnet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit einer Erhöhung des Volkseinkommens von nur +0,6 Prozent.

Das Wirtschaftswachstum Deutschland 2011 wird laut (OECD) voraussichtlich zwischen +2,7 Prozent und +3,0 Prozent liegen. Und somit weit unter den Erwartungen von rund 4 %


Nach dem der ZEW-Index Konjunkturerwartungen im November 2008 auf ein Drei-Jahrestief abgestürzt war und den tiefstem Stand seit Oktober 2008 erreicht hatte. Stieg das ZEW-Barometer im Dezember leicht um 1,4 auf minus 53,8 Punkte an. Ob das eine Eintagsfliege oder eine Trendwende abbildet wird in den kommenden Monaten durch die Realität und nicht durch Stimmungsumfragen erwiesen
In der Realität gab es in 2011 in Deutschland keinen Wirtschaftsaufschwung xxl es gab nach dem Krisenjahren 2009/2010 nur eine Rekonvaleszenz der deutschen Wirtschaft, denn die Wirtschaftsleistung der deutschen Wirtschaft konnte Saison- und kalenderbereinigt und preisbereinigt nur das Niveau von 2008 erreichen.

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Die Zahlen vom Arbeitsmarkt

Deutschland: Arbeitsmarkt Dezember 2011:

Offizieller BA - Zahlenbericht für Dezember 2011 Seite 78

Die Zahl der offiziell statistisch erfassten Arbeitslosen in Deutschland ist laut BA unerwartet deutlich auf 2.780.206* Personen angestiegen, zusätzlich waren nach vorläufigen Berechnungen 1.155.384 Personen in Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik beschäftigt.
Für den Monat November 2011 wurde diese Zahl von 1.182.950 auf 1.200.932 Personen nach oben korrigiert. Allerdings ist hierbei von einer erheblichen Untererfassung auszugehen
(BA – Bericht Dezember 2011 Seite 110 Fußnote 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für Januar - Juni 2011, Datenstand September 2011, nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.

*

Die offizielle BA Zahl der Unterbeschäftigung für Dezember 2011:
wird mit 3.898.075 Personen beziffert das entspricht einer Unterbeschäftigungsquote von 9,1 %


Im Rechtskreis SGB II/SGB III werden 6.937.586 Leistungsempfänger aufgelistet:

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert + 1.200.000 Personen in Sozialhilfe) Im Dezember 2011 waren laut offizieller BA Zahl 6.937.586 Personen nur im Rechtkreis SGB II/SGB III als Leistungsempfänger im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld) Das ist ein Plus von ca. 2,61 Millionen Personen oder ca. 60,5 % ( ( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter)
Sowie Sozialhilfe SGB XII diese rund 1 Million Leistungsempfänger erhalten.


darunter:
Arbeitslosengeld 784.603 Personen
erwerbsfähige Hilfebedürftige (ALG II) 4.449.985 Personen
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.702.998 Personen
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)






2010 Abhängig Beschäftigte 30.904.000 Personen
2010 Normalerwerbstätige 23.069.000 Personen
2010 Atypisch Beschäftigte 7.835.000 Personen
Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten ist nach Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im Juli auf 4,93 Mio, angestiegen.

Entwicklung:

Der Jobmotor brummt weiter, in den letzten Jahren wurde de Wert der Arbeit in Deutschland massiv entwertet. In 2011 ist die Zahl atypische Beschäftigungsverhältnisse, in Teilzeitstellen, , in Leih- und Zeitarbeit und in Minijobs weiter exorbitant angestiegen.






BA Bericht Dezember 2011 Seite 11/12

Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im November auf 467.000 gemeldete Arbeitsstellen…. November 492.000; Oktober 500.000.
Nach Wirtschaftszweigen differenziert beruht das Plus in der gleitenden Jahressumme etwa zur Hälfte auf Meldungen aus der Arbeitnehmerüberlassung. (+111.000 oder +16 Prozent).

BA Bericht Dezember 2011 Seite 22

Außer den Leistungsempfängern gab es im August noch 324.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

BA Bericht Dezember 2011 Seite 25

3.2 Erwerbstätige Leistungsberechtigte

Im August 2011 bezogen 30 Prozent (1,37 Mio) der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten Einkommen aus Erwerbstätigkeit…..



Wer das komplette Zahlenwerk der BA detailliert betrachtet, wird dann doch sehr ernüchtert.
Entgegen der politischen und medialen Lobgesänge ist die Lage am Arbeitsmarkt im besonderem im Niedrigstlohnbereich bei weiten schlechter als von Politik und Massenmedien den Massen und den Bürgern suggeriert wird,

Quelle der Zahlen:


Erstellt von Sybilla am 03.01.12 11 Uhr 00 – Teil 1 Die Zahlen
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden


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