Weite Teile des Landes stehen "unter Wasser": Viele Amerikaner können ihre Hypotheken nicht bezahlen, müssen ihre Häuser aufgeben - und werden dafür von Konservativen beschimpft. Aber Obama darf sich nicht einschüchtern lassen. Die Hausbesitzer brauchen einen Schuldenschnitt, sonst lahmt die Wirtschaft.
Es war ein Schlüsselmoment in der Entstehungsgeschichte der rechten Tea-Party-Bewegung. Im Februar 2009 ereiferte sich der Fernsehmoderator Rick Santelli im Handelssaal der Börse von Chicago. "Wollen wir wirklich die Hypotheken von Verlierern subventionieren?", fragte er aufgebracht. Santellis Tirade wurde zum Youtube-Hit. Er sprach vielen Konservativen aus der Seele, die hinter den zaghaften Plänen von Präsident Barack Obama zur Stützung des Immobilienmarkts eine sozialistische Verschwörung gegen den American way of life witterten.
Santellis Worte hallen nach, bis heute. Die eingeschüchterte Regierung findet noch immer keinen Mut, die Immobilienkrise entschlossen anzugehen. Zwar kündigte Obama am Montag Reformen an. Doch auch sie greifen zu kurz. Das Land braucht einen Rettungskreuzer, um durch das Schuldenmeer zu manövrieren. Es bekommt nur ein Gummiboot.
Weite Teile der USA stehen "unter Wasser". Damit ist gemeint, dass ein Haus weniger wert ist, als der Kredit, der auf ihm lastet. Ein Viertel aller US-Hausbesitzer ist auf diese Weise überschuldet, in den einstigen Boom-Staaten Florida, Arizona und Nevada sind es 50 Prozent und mehr. Viele geben auf und stellen ihre Ratenzahlungen ein. Die Banken ordnen eine Zwangsräumung an, die Häuserpreise fallen weiter und noch mehr Amerikaner drückt es unter Wasser. ...
Lesenswert geschrieben ... m.E.. Und ich dachte, es könne nichts schaden, wieder daran zu erinnern, dass sich an der Situation bis jetzt nichts verbessert hat, sondern dass sie sich verschlimmert ...