Selbsthilfe Blogium
Aktuelle Zeit: Do 17. Mai 2012, 22:39

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Occupy Bewegung
BeitragVerfasst: So 23. Okt 2011, 15:19 
Offline

Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55
Beiträge: 69
Zitat:


geschrieben am 19. Oktober 2011 von Spiegelfechter

Die Zeiten, in denen die klassischen Medien noch „Leitmedien“ waren und gesellschaftliche Prozesse angestoßen haben, sind offenbar vorbei. Egal ob es sich um die Proteste gegen Stuttgart 21 oder die der Occupy-Bewegung handelt – die Berichterstattung der klassischen Medien war und ist lediglich eine Reaktion auf die ehrliche Frustration der Bürger. Anstatt gesellschaftliche Entwicklung progressiv zu gestalten oder gar auszulösen, hinken die Medien der Entwicklung auf verlorenem Posten hinterher und beschränken meist sich entweder auf die bloße neutrale Berichterstattung oder verlieren sich in verbalen Rückzugsgefechten der Leitartikler.

Um in die Gedankenwelt einiger Leitartikler einzutauchen, lohnt sich ein Blick auf drei Meinungsartikel, die in den letzten Tagen von drei einflussreichen Blättern publiziert wurden:

Dirk Benninghoff (Stern) –
Marc Beise (Süddeutsche Zeitung) –
Miriam Schröder (Tagesspiegel) –

Während nicht nur in Deutschland zehntausende Menschen auf die Straßen gehen, um gegen die Macht des Finanzsystems und die daraus resultierende Ohnmacht der Politik ein Zeichen zu setzten, haben die genannten Leitartikler nichts besseres zu tun, als die Demonstrationen als „jugendlich-naives-Banken-Börsen-Bashing“ (Benninghoff) und „Billig-Angriff“ (Beise) abzukanzeln. Obgleich keiner der Autoren es wagt, die Finanzbranche kollektiv von jeglicher Mitschuld an der Misere freizusprechen, relativieren sie die Verantwortung der Branche als Aussetzer einiger „schwarzer Schafe“ (Beise). Dirk Benninghoff sieht die Banken sogar als „Leidtragende der Krise“ und nicht als „deren Auslöser“.

Weiter auf den


Nun, ob die "Leitartikler" und sonstigen Betrachter sowie Entscheider über das Handling in solchen Situationen jemals verstehen werden, dass einfach nur "nicht ernst nehmen" sich niemals als eine erfolgreiche Strategie erwiesen hat, sondern stets dazu führt, dass sich der Ton der so "nicht ernst genommenen" verschärft, weil sie sich sonst "nicht ernst genommen fühlen"?

Nein, vermutlich nicht, denn sonst würde man den Fehler, der sich in den Worten von Jean-Jacques Rousseau seit dem 18. Jahrhundert spiegelt: "S’ils n’ont plus de pain, qu’ils mangent de la brioche (übersetzt und zumeist Marie Antoinette zugeschrieben: "Wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen"). Nun gut, der Volksmund titelt: "Nichts wird so heiß gegessen, wie gekocht".

Nur keines dieser Sprüche garantiert, dass man sich nicht trotzdem erheblich den Mund verbrennen kann ... ;)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
Verfasst: So 23. Okt 2011, 15:19 




Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Occupy Bewegung
BeitragVerfasst: Do 27. Okt 2011, 17:02 
Offline

Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55
Beiträge: 69
Zitat:

Von der Wall Street bis Frankfurt – weltweit protestieren Hunderttausende gegen die Macht der Banken. Die Demonstranten blicken besser durch, als viele Finanzprofis und Fachpolitiker. Sie wissen: Das System muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden! Eine Existenzberechtigung sollten Banken nur haben, wenn sie der Gesellschaft Nutzen bringen, wenn sie Kredite an die Realwirtschaft geben und Ersparnisse aufnehmen. Dieses „Kerngeschäft“ muss durch Regulierung wieder ins Zentrum gerückt werden. Denn die Deutsche Bank verlieh 2010 nur noch 4,1 Prozent ihrer Bilanzsumme an die Realwirtschaft. Ähnlich wie die Konkurrenz verdient der Branchenprimus sein Geld fast nur mit spekulativem Investmentbanking: 86 Prozent des Gewinns der Bank kam 2010 von dort (s. Grafik). Statt Nutzen zu bringen, tragen Finanzmarktakteure mittlerweile zur Zerstörung des Gemeinwesens bei: Erst wurde durch Zockerei ein Wirtschaftscrash verursacht. Dann wurden Griechenland, Portugal und andere Länder von der Geldversorgung abgeschnitten. Die Regierungen werden zu massiven Ausgabenkürzungen gezwungen – Millionen sind arbeitslos, die Wirtschaft implodiert, die Armut und die Selbstmordrate steigen. Die deutsche und andere Regierungen unternehmen nichts gegen dieses Leiden. Im Gegenteil: Sie haben die Kürzungen im Namen der Anleger sogar verordnet. Die Krisenstaaten müssten sich durch Selbstkasteiung das Vertrauen der Finanzmärkte erkaufen, heißt es. Dabei wäre es höchste Zeit, die Abhängigkeit der Staatsfinanzierung von den Finanzmärkten zu lösen.
Quelle:


Es ergibt sich für mich überhaupt die Frage, warum an gesellschaftlich, wie volkswirtschaftlich etwas bevorraten soll, was mittlerweile ganz global zu Schaden gereicht. Es kann nicht Aufgabe von Gesellschaft sein, sich dem Konstruktiven einfach nur zu beugen und ihm zu Diensten zu sein, von dem nur ganz wenige profitieren. Wobei der langfristige Profit der wenigen mittlerweile sogar in Frage gestellt werden kann, so eben jene beginnen, ihre eigenen Felle davon schwimmen zu sehen.

Eigentlich sollte das ganze Finanzsystem den Gesellschaften, den Volkswirtschaften dienlich sein und nicht umgekehrt. So halten wir an einem System fest, welches wir selbst schufen um dem selbst entwickelten System zu dienen ... Das hat schon was ziemlich krudes und klingt schwer nach Sekte.

Und der Begriff "Investmentbanking" ist schon eine grobe Täuschung, denn man investiert doch gar nicht. Durch diesen Begriff bekommt man suggeriert, man würde eben in die Realwirtschaft investieren. Nein, letztlich macht man was anderes. Man schöpft ab, würde es eher unter das Label Verdecktes Gewinnausschüttungsbanking setzen.

Und wenn man da so grob drüber nachdenkt, ist es auch ziemlich ähnlich aufgezogen, betrachtet man das Finanz-Banken-System einmal als Firmengruppe.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Occupy Bewegung
BeitragVerfasst: Do 27. Okt 2011, 17:37 
Offline

Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55
Beiträge: 69
Zitat:


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 23,00.html
Zitat:
Studie offenbart Gefälle
Reiche Amerikaner werden immer reicher
"Wir sind 99 Prozent", lautet einer der Slogans der "Occupy"-Bewegung, die das Scheffeln der Oberschicht anprangert. Und tatsächlich: Laut einer Studie stieg das Einkommen des reichsten Prozents der Amerikaner in den vergangenen 30 Jahren um 275 Prozent - die Armen konnten von solchen Zahlen nur träumen.

US-Bürger, die in der Mitte der Einkommensverteilung stehen - immerhin 60 Prozent der Bevölkerung -, verdienten hingegen im Schnitt nur knapp 40 Prozent mehr, zeigt die Studie des überparteilichen Etat-Büros des Kongresses (CBO). Noch krasser ist der Unterschied zu dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung: Die untersten 20 Prozent mussten sich über die 30 Jahre gerade einmal mit einem Zuwachs von 18 Prozent zufriedengeben. Der demokratische Kongress-Abgeordnete Sander Levin nannte den Report "den jüngsten Beweis für den alarmierenden Anstieg der Einkommens-Ungleichheit" in den USA. .....


Nicht, dass wir dazu noch eine weitere Studie benötigen würden, die uns bestätigt, dass das System dafür sorgt, dass es so ist. Wir können auch zig Studien machen darüber, wie eine Tasse zu Boden fällt ... Da kommt man sich eigentlich schon lächerlich vor ... bei dem Wort Studie ... doch ich tue sie trotzdem hier rein ...


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Occupy Bewegung
BeitragVerfasst: Do 27. Okt 2011, 18:10 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi 26. Okt 2011, 09:29
Beiträge: 6
Wohnort: Weiterstadt
rosiweissnix hat geschrieben:
Zitat:

Von der Wall Street bis Frankfurt – weltweit protestieren Hunderttausende gegen die Macht der Banken. Die Demonstranten blicken besser durch, als viele Finanzprofis und Fachpolitiker. Sie wissen: Das System muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden! Eine Existenzberechtigung sollten Banken nur haben, wenn sie der Gesellschaft Nutzen bringen, wenn sie Kredite an die Realwirtschaft geben und Ersparnisse aufnehmen. Dieses „Kerngeschäft“ muss durch Regulierung wieder ins Zentrum gerückt werden. Denn die Deutsche Bank verlieh 2010 nur noch 4,1 Prozent ihrer Bilanzsumme an die Realwirtschaft. Ähnlich wie die Konkurrenz verdient der Branchenprimus sein Geld fast nur mit spekulativem Investmentbanking: 86 Prozent des Gewinns der Bank kam 2010 von dort (s. Grafik). Statt Nutzen zu bringen, tragen Finanzmarktakteure mittlerweile zur Zerstörung des Gemeinwesens bei: Erst wurde durch Zockerei ein Wirtschaftscrash verursacht. Dann wurden Griechenland, Portugal und andere Länder von der Geldversorgung abgeschnitten. Die Regierungen werden zu massiven Ausgabenkürzungen gezwungen – Millionen sind arbeitslos, die Wirtschaft implodiert, die Armut und die Selbstmordrate steigen. Die deutsche und andere Regierungen unternehmen nichts gegen dieses Leiden. Im Gegenteil: Sie haben die Kürzungen im Namen der Anleger sogar verordnet. Die Krisenstaaten müssten sich durch Selbstkasteiung das Vertrauen der Finanzmärkte erkaufen, heißt es. Dabei wäre es höchste Zeit, die Abhängigkeit der Staatsfinanzierung von den Finanzmärkten zu lösen.
Quelle:


Es ergibt sich für mich überhaupt die Frage, warum an gesellschaftlich, wie volkswirtschaftlich etwas bevorraten soll, was mittlerweile ganz global zu Schaden gereicht. Es kann nicht Aufgabe von Gesellschaft sein, sich dem Konstruktiven einfach nur zu beugen und ihm zu Diensten zu sein, von dem nur ganz wenige profitieren. Wobei der langfristige Profit der wenigen mittlerweile sogar in Frage gestellt werden kann, so eben jene beginnen, ihre eigenen Felle davon schwimmen zu sehen.

Eigentlich sollte das ganze Finanzsystem den Gesellschaften, den Volkswirtschaften dienlich sein und nicht umgekehrt. So halten wir an einem System fest, welches wir selbst schufen um dem selbst entwickelten System zu dienen ... Das hat schon was ziemlich krudes und klingt schwer nach Sekte.

Und der Begriff "Investmentbanking" ist schon eine grobe Täuschung, denn man investiert doch gar nicht. Durch diesen Begriff bekommt man suggeriert, man würde eben in die Realwirtschaft investieren. Nein, letztlich macht man was anderes. Man schöpft ab, würde es eher unter das Label Verdecktes Gewinnausschüttungsbanking setzen.

Und wenn man da so grob drüber nachdenkt, ist es auch ziemlich ähnlich aufgezogen, betrachtet man das Finanz-Banken-System einmal als Firmengruppe.


Ich will einmal versuchen, das für den kleinen Moritz und klein Eva zu erklären, denn diese Systemkrise ist ja nicht gerade etwas Neues, wie Ihr gleich lesen könnt:

Vor langer Zeit verkündete ein Mann in einem indischen Dorf, dass er für jeden Affen 10 $ bezahlen würde. Die Dorfbewohner wussten, dass es im Wald sehr viele Affen gab und sie begaben sich in den Wald, um fleißig Affen zu fangen. Mit ihrer Beute zurück im Dorf, erhielten für jeden gefangenen Affen den versprochenen Preis.

Alsbald verringerte sich der Affenstand und die Dorfbewohner suchten mehr so fleißig nach den Affen sondern gingen lieber ihrer alten Arbeit nach. Da versprach der Mann, jeden Affen für 20 $ zu kaufen. Das hat die Dorfbewohner richtig gierig gemacht und sie gingen in den Wald und suchten und suchten.

Bald darauf sind die Affen im Wald sehr rar geworden und keiner suchte mehr richtig. Und so verkündete der Mann, er würde jeden Affen für 25 $ kaufen! Aber es war schon sehr schwierig geworden, überhaupt einen Affen zu erwischen!

Darum versprach der Mann, für jeden Affen 50 $ zu zahlen!! Jetzt aber müsse er geschäftlich in die nahe Stadt, aber sein Assistent würde in zwischenzeitlich vertreten.

Kaum war der Mann weg, sprach der Assistent zu den Dorfbewohnern: "Seht ihr die Affen hier im Käfig, die der Mann kaufte? Ich verkaufe sie euch zu 35 $ je Tier, und wenn der Mann morgen aus der Stadt kommt, könnt ihr ihm die Affen zu den versprochenen 50 $ verkaufen. Super, oder ?" Aber ich muss dann ganz schnell verschwinden.

Die Dorfbewohner waren begeistert und brachten daraufhin alles Geld, alles Ersparte, und
kauften dem Assistenten alle Affen zum Preis von 35 $ je Tier ab. Keiner war verwundert, dass der Assistent danach sofort verschwand.

Danach haben die Dorfbewohner nie mehr einen der beiden Männer gesehen… nur die ganzen Affen waren wieder dort wo am sie am Anfang waren!

Willkommen an der Wall Street - dem amerikanischen, ökonomischen Wunder!!! Und Europa?

LG von bogo (dem Erklärbär) ;)

_________________
Sic parvis magna... Großes fängt im Kleinen an!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Occupy Bewegung
BeitragVerfasst: Do 27. Okt 2011, 18:26 
Offline

Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55
Beiträge: 69
bogo hat geschrieben:
Vor langer Zeit verkündete ein Mann in einem indischen Dorf, dass er für jeden Affen 10 $ bezahlen würde. Die Dorfbewohner wussten, dass es im Wald sehr viele Affen gab und sie begaben sich in den Wald, um fleißig Affen zu fangen. Mit ihrer Beute zurück im Dorf, erhielten für jeden gefangenen Affen den versprochenen Preis.

Alsbald verringerte sich der Affenstand und die Dorfbewohner suchten mehr so fleißig nach den Affen sondern gingen lieber ihrer alten Arbeit nach. Da versprach der Mann, jeden Affen für 20 $ zu kaufen. Das hat die Dorfbewohner richtig gierig gemacht und sie gingen in den Wald und suchten und suchten.

Bald darauf sind die Affen im Wald sehr rar geworden und keiner suchte mehr richtig. Und so verkündete der Mann, er würde jeden Affen für 25 $ kaufen! Aber es war schon sehr schwierig geworden, überhaupt einen Affen zu erwischen!

Darum versprach der Mann, für jeden Affen 50 $ zu zahlen!! Jetzt aber müsse er geschäftlich in die nahe Stadt, aber sein Assistent würde in zwischenzeitlich vertreten.

Kaum war der Mann weg, sprach der Assistent zu den Dorfbewohnern: "Seht ihr die Affen hier im Käfig, die der Mann kaufte? Ich verkaufe sie euch zu 35 $ je Tier, und wenn der Mann morgen aus der Stadt kommt, könnt ihr ihm die Affen zu den versprochenen 50 $ verkaufen. Super, oder ?" Aber ich muss dann ganz schnell verschwinden.

Die Dorfbewohner waren begeistert und brachten daraufhin alles Geld, alles Ersparte, und
kauften dem Assistenten alle Affen zum Preis von 35 $ je Tier ab. Keiner war verwundert, dass der Assistent danach sofort verschwand.

Danach haben die Dorfbewohner nie mehr einen der beiden Männer gesehen… nur die ganzen Affen waren wieder dort wo am sie am Anfang waren!

Willkommen an der Wall Street - dem amerikanischen, ökonomischen Wunder!!! Und Europa?

LG von bogo (dem Erklärbär) ;)
So kann man das System natürlich auch erklären ... ;)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Occupy Bewegung
BeitragVerfasst: Do 27. Okt 2011, 18:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: So 23. Okt 2011, 15:54
Beiträge: 44
rosiweissnix hat geschrieben:
bogo hat geschrieben:
Vor langer Zeit verkündete ein Mann in einem indischen Dorf, dass er für jeden Affen 10 $ bezahlen würde. Die Dorfbewohner wussten, dass es im Wald sehr viele Affen gab und sie begaben sich in den Wald, um fleißig Affen zu fangen. Mit ihrer Beute zurück im Dorf, erhielten für jeden gefangenen Affen den versprochenen Preis.

Alsbald verringerte sich der Affenstand und die Dorfbewohner suchten mehr so fleißig nach den Affen sondern gingen lieber ihrer alten Arbeit nach. Da versprach der Mann, jeden Affen für 20 $ zu kaufen. Das hat die Dorfbewohner richtig gierig gemacht und sie gingen in den Wald und suchten und suchten.

Bald darauf sind die Affen im Wald sehr rar geworden und keiner suchte mehr richtig. Und so verkündete der Mann, er würde jeden Affen für 25 $ kaufen! Aber es war schon sehr schwierig geworden, überhaupt einen Affen zu erwischen!

Darum versprach der Mann, für jeden Affen 50 $ zu zahlen!! Jetzt aber müsse er geschäftlich in die nahe Stadt, aber sein Assistent würde in zwischenzeitlich vertreten.

Kaum war der Mann weg, sprach der Assistent zu den Dorfbewohnern: "Seht ihr die Affen hier im Käfig, die der Mann kaufte? Ich verkaufe sie euch zu 35 $ je Tier, und wenn der Mann morgen aus der Stadt kommt, könnt ihr ihm die Affen zu den versprochenen 50 $ verkaufen. Super, oder ?" Aber ich muss dann ganz schnell verschwinden.

Die Dorfbewohner waren begeistert und brachten daraufhin alles Geld, alles Ersparte, und
kauften dem Assistenten alle Affen zum Preis von 35 $ je Tier ab. Keiner war verwundert, dass der Assistent danach sofort verschwand.

Danach haben die Dorfbewohner nie mehr einen der beiden Männer gesehen… nur die ganzen Affen waren wieder dort wo am sie am Anfang waren!

Willkommen an der Wall Street - dem amerikanischen, ökonomischen Wunder!!! Und Europa?

LG von bogo (dem Erklärbär) ;)
So kann man das System natürlich auch erklären ... ;)


Huch Rosi, so kurz ..., das bin ich nicht gewöhnt ... ;)

_________________
Hundert Worte, die den Verstand beeindrucken, wirken nicht so tief, wie ein einziges Wort, das das Herz berührt.(Thyde Monnier )


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Occupy Bewegung
BeitragVerfasst: Do 27. Okt 2011, 18:35 
Offline

Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55
Beiträge: 69
onlyme hat geschrieben:
Huch Rosi, so kurz ..., das bin ich nicht gewöhnt ... ;)
Haha, ja was soll ich denn dazu auch sonst sagen ... ? Dem kann man nicht wirklich widersprechen, denn letztlich, volkswirtschaftlich gesehen, bringen wir stets unser Geld mit, um Arbeit zu haben.

Schadet doch nicht, das in solch einen satirischen Vergleich zu kleiden ... finde ich gut, die Geschichte, gefällt mir. Und warte mal ab ... Du wirst Dich noch nach Zweizeilern von rosi sehnen ... *grins*


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Occupy Bewegung
BeitragVerfasst: Fr 28. Okt 2011, 16:39 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: So 23. Okt 2011, 15:54
Beiträge: 44
Die Bewegung auf der Suche nach einem Profil


http://www.sueddeutsche.de/kultur/occup ... -1.1174532

Zitat:
Ein langer Weg liegt vor uns. Bald werden wir uns den wirklich schwierigen Fragen widmen müssen - Fragen, die sich darum drehen, was wir wollen, und nicht mehr, was wir nicht wollen. Welche Gesellschaftsform ist imstande, den bestehenden Kapitalismus zu ersetzen? Von welchem Schlage müssen die neuen Anführer sein? Und welche Organe, einschließlich jener der Kontrolle und Gewaltausübung, brauchen wir?
(...)
Man sollte in dieser Phase der Versuchung widerstehen, die Energie der Proteste auf die Schnelle in eine Reihe "konkreter" Forderungen zu übersetzen. Ja, die Proteste haben ein Vakuum geschaffen - ein Vakuum im Feld der vorherrschenden Ideologie. Man braucht Zeit, um dieses Vakuum in angemessener Weise zu füllen, denn es ist ein bedeutungsschwangeres Vakuum, es eröffnet wahrhaft Neues. Der Grund, warum die Demonstranten auf die Straße gegangen sind, ist, dass sie genug hatten von einer Welt, in der es reicht, dass man seine Coladosen recycelt und wohltätigen Organisationen ein paar Dollar spendet, um sich gut zu fühlen. Sie haben erkannt, dass sie es lange hingenommen haben, dass ihre politische Mitsprache outgesourct wurde. Jetzt wollen sie sie zurück.
Die Kunst der Politik besteht auch darin, auf einer ganz bestimmten Forderung zu beharren, die, wenngleich sie durchaus "realistisch" ist, die vorherrschende Ideologie mitten ins Herz trifft, das heißt, die, während sie zweifellos umsetzbar und legitim ist, de facto unmöglich ist (wie etwa die allgemeine Krankenversicherung in den Vereinigten Staaten). Im Anschluss an die Proteste an der Wall Street sollten wir in jedem Fall Menschen mobilisieren, die solche Forderungen unterstützen. Gleichzeitig ist es aber nicht weniger wichtig, sich vom pragmatischen Feld der Verhandlungen und der "realistischen" Vorschläge fernzuhalten. Man sollte immer daran denken, dass jede im Hier und Jetzt geführte Debatte notwendigerweise immer eine Debatte auf feindlichem Gebiet bleiben muss: Es braucht Zeit, die neuen Inhalte in Stellung zu bringen. Alles, was wir jetzt sagen, kann uns weggenommen werden - alles, nur nicht unser Schweigen. Dieses Schweigen, diese Verweigerung des Dialogs, aller Formen des Clinchens, ist unser "Terror" - bedrohlich und gefährlich, ganz so, wie es sein muss


Ein Anfang wurde gemacht und der ist Ausdruck der Hoffnung auf einen Neubeginn, hin zu einer Gesellschaftsordnung, die den rein menschlichen Bedürfnissen mehr Rechnung trägt, als das vorherrschende und gerade platzende kapitalistische System der Ausbeutung.

_________________
Hundert Worte, die den Verstand beeindrucken, wirken nicht so tief, wie ein einziges Wort, das das Herz berührt.(Thyde Monnier )


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

0 Mitglieder


Tags

Essen, NES, Politik

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Style based on FI Subice by phpBBservice.nl



Bei iphpbb3.com bekommen Sie ein Kostenloses Forum mit vielen tollen Extras
Forum kostenlos einrichten - Foren Topliste - Hot Topics - Tags
Beliebteste Themen: NES, Politik, Erde, Uni, Wirtschaft

Impressum