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rosiweissnix
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Verfasst: Mi 26. Okt 2011, 15:07 |
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Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55 Beiträge: 69
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Zitat: (RP) Der eben erst von den Euro-Ländern beschlossene Euro-Rettungsschirm reicht nicht – trotz 440 Milliarden Euro. Jetzt soll ein Hebel die Summe auf ein bis zwei Billionen liften. Ob das die Finanzmärkte beeindruckt, ist fraglich. Google-Anzeigen Schulden Wir helfen auch bei Betreibungen.Sofort und diskret. Jetzt anrufen!
Wie immer in der fast zwei Jahre dauernden Euro-Krise steht am Anfang eine unbestätigte Meldung. Mit einer Schlagkraft von zwei Billionen Euro – eine Zahl mit zwölf Nullen – wollen Deutschland und Frankreich den erweiterten Rettungsschirm EFSF ausstatten. Das berichtet der britische "Guardian", eine der angesehensten Zeitungen des Königreichs. Die Summe entspricht ziemlich genau 80 Prozent aller in Deutschland pro Jahr gefertigten Güter und Dienstleistungen. Und wie immer versuchen die betroffenen Stellen, die Meldung mit aller Kraft zu relativieren. Die Zahl sei zu hoch, eine Ausweitung des EFSF stehe nicht zur Debatte, heißt es unisono von Brüssel bis Athen. .... weiter auf Das muss man RP lassen, man pflegt einen makaberen Humor, bei der Platzierung von Werbelinks ... Wir verbreiten so etwas normalerweise nicht ... Doch in diesem Falle, denke ich, das hat es eine besondere satirische Wirkung 
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Verfasst: Mi 26. Okt 2011, 15:07 |
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rosiweissnix
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Verfasst: Mi 26. Okt 2011, 15:28 |
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Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55 Beiträge: 69
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Zitat: EU prüft tiefen Schuldenschnitt für HellasBrüssel. Können Banken und Versicherungen "freiwillig" auf 60 Prozent ihrer griechischen Außenstände verzichten? Diese Frage beschäftigte die Finanzminister der EU den ganzen Samstag während einer zähen Zwischenetappe des Gipfelmarathons zur Eurorettung. Denn so hoch müsste der Schuldenschnitt für den Privatsektor sein, damit das zweite Rettungspaket für Griechenland über 109 Milliarden Euro nicht massiv aufgestockt werden muss. Über die letzten drei Monate hat sich die Lage in Hellas nämlich noch dramatisch mehr verschlechtert, als bisher angenommen. Das geht aus dem Abschlussbericht zur "Schuldentragfähigkeit" der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds hervor, welcher der "Wiener Zeitung" vorliegt. 100 Milliarden für die Banken Zudem sollten sich die Minister über ein Paket zur Rekapitalisierung der Banken verständigen, damit diese allfällige Abschreibungen der griechischen Schulden leichter verkraften können. .... Zitat: Vor der entscheidenden Gipfel-Runde knirscht es in der Euro-Zone an allen Ecken und Enden. Die einzelnen Euro-Länder vertreten unterschiedliche Interessen, der Ton wird rauer. Wer gegen wen und für was – ein Überblick. ....
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onlyme
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Verfasst: Mi 26. Okt 2011, 15:39 |
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Registriert: So 23. Okt 2011, 15:54 Beiträge: 44
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Auch interessant Zitiere mal Zitat: In keinem Staat der Eurozone sind vor der Krise die „öffentlichen Haushalte ausgeufert“, wie es Finanzminister Schäuble wider besseren Wissens behauptet. Mit Behauptungen wie diesen, zündelt Schäuble jedoch am Fundament der Währungsunion. Anstatt den Herdentrieb Einhalt zu gebieten, indem man Spekulanten in die Schranken weist, heizt die deutsche Regierung Spekulationen gegen Euroländer durch ihre ideologische Borniertheit immer wieder an. Von den Medien, die die neoliberale Ideologie bereits bis zum Grad der Realitätsverdrängung verinnerlicht haben, wird dieses Zündeln nur all zu gerne weiterverbreitet und verstärkt – so lange, bis das Zündeln zu einem Flächenbrand führt.
Die Eurokrise ist vielmehr das direkte Ergebnis der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise und den Konstruktionsfehlern der Währungsunion – dem Fehlen einer koordinierten Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik. Wenn deutsche Politiker diese Fakten leugnen, so mag dies damit zusammenhängen, dass Deutschland wegen der niedrigen Zinsen als relativer Gewinner der Krise gelten kann. Man hat uns für dumm verkauft und tut es immer noch ...
_________________ Hundert Worte, die den Verstand beeindrucken, wirken nicht so tief, wie ein einziges Wort, das das Herz berührt.(Thyde Monnier )
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rosiweissnix
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Verfasst: Mi 26. Okt 2011, 16:25 |
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Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55 Beiträge: 69
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onlyme hat geschrieben: Man hat uns für dumm verkauft und tut es immer noch ... Das ist nicht wirklich etwas Neus  .. soll sicher auch so bleiben ...
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onlyme
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Verfasst: Fr 28. Okt 2011, 17:41 |
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Registriert: So 23. Okt 2011, 15:54 Beiträge: 44
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Jetzt empören sich die Ökonomen http://m.ftd.de/artikel/60090307.xml?v=2.0Zitat: Der erste Gemeinplatz, den die Autoren widerlegen wollen, lautet: "Finanzmärkte sind effizient." Die Ökonomen meinen, dass das Gesetz von Angebot und Nachfrage auf diesen Märkten nicht greife - wenn die Preise für Wertpapiere oder Derivate steigen, sinken Nachfrage und Preise danach nicht wieder. Das Gegenteil sei der Fall: Die Preisspirale ziehe immer mehr Käufer an, was zu einer Spekulationsblase und zu einem unverhältnismäßig raschen Anstieg von Börsenpreisen führe. Als Gegenmaßnahme fordern die vier Ökonomen unter anderem ein Spekulationsverbot auf eigene Rechnung für Banken sowie die Kontrolle internationaler Kapitalströme.
Schützt der Euro vor der Krise? Werden die steigenden Staatsverschuldungen wirklich von den Sozialsystemen verursacht? Führt die Griechenland-Krise zu ersten Schritten in Richtung einer europäischen Wirtschaftsregierung? Das sind Fragen, die in dem Buch kritisch beleuchtet werden.
Viele mögliche Konsequenzen aus der Wirtschaftskrise sind nicht neu - etwa die Abschaffung steuerlicher Begünstigungen für Reiche und Besserverdienende, die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen oder die Bekämpfung des Wohlstandsgefälles in Europa. Doch erstmals vereinen sich Ökonomen in einem Manifest und warnen lautstark vor neoliberaler Orthodoxie. Sauber auf den Punkt, würde ich mal sagen 
_________________ Hundert Worte, die den Verstand beeindrucken, wirken nicht so tief, wie ein einziges Wort, das das Herz berührt.(Thyde Monnier )
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onlyme
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Verfasst: Fr 28. Okt 2011, 17:53 |
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Registriert: So 23. Okt 2011, 15:54 Beiträge: 44
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Und gleich noch einer hinterher Deutschland in der Rolle des "Chefasozialen" in Europa http://fleurseur.blogspot.com/2011/10/e ... ialer.htmlKurzer Auszug: Zitat: Der deutsche Malocher hat also mit Reallohneinbußen, die skandalös zu nennen noch keinem deutschen Politiker rechts von der Linkspartei eingefallen ist, nicht nur die sagenhaften Gewinne der deutschen Exportwirtschaft ermöglicht, sondern auch am griechischen Bankrott mitgestrickt: Denn zu wenig "wettbewerbsfähig" sind die Griechen ja nicht nur wegen der vermeintlichen lokalen Neigung, Zeus einen guten Mann sein zu lassen, sondern auch wegen eines deutschen Lohnniveaus, das im zivilisierten Teil Europas die Gewerkschaften auf den Plan riefe. Klingt irgendwie plausibel.
_________________ Hundert Worte, die den Verstand beeindrucken, wirken nicht so tief, wie ein einziges Wort, das das Herz berührt.(Thyde Monnier )
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onlyme
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Verfasst: Di 1. Nov 2011, 13:02 |
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Registriert: So 23. Okt 2011, 15:54 Beiträge: 44
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Kapitalismuserklärung, ganz einfach: Man könnte lachen, wenn ...
_________________ Hundert Worte, die den Verstand beeindrucken, wirken nicht so tief, wie ein einziges Wort, das das Herz berührt.(Thyde Monnier )
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rosiweissnix
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Verfasst: Do 10. Nov 2011, 15:31 |
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Registriert: Sa 22. Okt 2011, 14:55 Beiträge: 69
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onlyme hat geschrieben: Jetzt empören sich die Ökonomen Jow, das tun sie, doch vermutlich hört keiner zu. Hier stellen einige sich vor: Zitat: Wer wir sind
Die Initiative für die Stellungnahme ging vom Wissenschaftlichen Beirat von Attac aus. Allerdings verstehen wir sie ausdrücklich nicht als Stellungnahme des Beirates sondern als eine aus der Wissenschaft. Unterzeichnet wurde sie von 50 WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen. Unter uns sind ÖkonomInnen, SoziologInnen, JuristInnen etc. Was uns eint ist die Sichtweise, dass die vorherrschende Krisenpolitik eine Katastrophe ist. Unter maßgeblichem Einfluss der Bundesregierung ist die EU auf dem Weg, eine tiefe soziale und demokratische Krise zu verursachen, die im Zerfall Europas zu münden droht. Diese Politik macht massiven Widerstand von unten erforderlich. Deswegen verstehen wir unsere Stellungnahme auch als einen Aufruf, sich der Occupy-Bewegung anzuschließen. Es war nur eine Frage der Zeit, wenngleich es mir auch zu lange gedauert hat ... predige das schon seit ewigen Zeiten ... ( dabei komme ich mir vor, wie eine Schallplatte ... ohne Sprung ... den braucht es nicht ... man erwähnt es, der Gegenüber wird zornig, haut mit der Faust neben den Plattenspieler und zupp, die Nadel springt) man muss sich schon untereinander vernetzten und Abstand nehmen, sich von der nicht selten ganz unberechtigt vorgeworfenen Kritik der alleinseeligmachenden Arroganz verabschieden. Das gilt für mich für viele Gruppierungen, seien es Fachleute wie Ökonomie-Professoren, aber auch Philosophen oder die vielen Blogs, wie auch Attac selbst oder die Partei Die Linke. Denn das, was man die Gegenseite nennen könnte, ist bestens organisiert und die lachen sich irgendwie schon einen Ast ... wie eine jede Veranstaltung alleine vor sich her bröselt ... M.E. ist hier noch so einiges zu überdenken ... zu tun ... zu vernetzen ... Dient(e) vermutlich als seelischer Schutzwall, Abgrenzung von jenen Dingen, die man als langfristig dumm und entartet (fasse es jetzt einfach in diese Begriffe zusammen) empfindet. Das geht unter Dauerfeuer sicherlich auf die Kompensationsfähigkeit für Inkompetenz. Soweit so gut, wenn es sich nicht komplett verschließt und in sog. "Elfenbeintürme" des ebenfalls sog. "Gutmenschentums" verlagert. Sicherlich gehe ich mit dem letzten Vorwurf nicht konform, gestört hat mich jedoch immer das Körnchen der Wahrheit, welches sich dahinter verbarg. Wenngleich der Hohn und Spott darüber, Kritik kann man es ja nicht wirklich nennen, stets dem gegenteiligen Zwecke dient. Eben nicht dazu konstruktive Hinweise auf ein Mehr an Zusammenarbeit zu verteilen, sondern sich im den Elfenbeinturm zu isolieren, so surreal das klingen mag, es ist ein (manipulierender) Knopf, auf den gedrückt wird. So auch Achras Beispiel: viewtopic.php#p276 zu Jan Fleischhauer. Und dieser Knopf wirkt ... und wirkt ... und wirkt ... auch wenn viele die Kausalität des vielschichtigen Wirkungsgrade gar nicht an sich selbst erkennen ... Davon möchte ich mich nicht einmal ausnehmen ... eine Höllenarbeit der Selbstdisziplin ... würde ich formulieren ... Wie lange hat es gedauert, bis die Fachleute Stellung bezogen, aus der Deckung gekommen sind: http://www.stellungnahme-zur-krisenpoli ... =10228&L=2Zitat: Finanzmärkte regulieren und Einkommen gerecht verteilten Die öffentliche Diskussion um die „Schuldenkrise“ vor allem in Griechenland, aber auch Irland, Portugal, Spanien und Italien geht von einer falschen Diagnose aus und kommt so zu einer Therapie, die das Problem verschärft und nicht beseitigt. Es war keineswegs die Prasserei der öffentlichen Hand, die zu den aktuellen Zahlungsschwierigkeiten der Länder des Euro-Raums geführt hat.
Ursache des hohen Schuldenstandes war die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, die vergleichsweise harmlos als Hypotheken-Kredikrise 2007 in den USA begann, sich dann aber zu einer globalen Krise von historischem Ausmaß weiterentwickelt hat. Es handelt sich dabei um eine Krise des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus, der auf spekulativen Blasen beruht, die zwangsläufig irgendwann platzen müssen. Als es soweit war, waren die Banken von Insolvenz bedroht und die Staaten eilten ihnen mit Milliardenkrediten und Bürgschaften zur Hilfe. Gleichzeitig führte die Kreditklemme der Banken zu einer Rezession, wie man sie seit 1949 nicht mehr erlebt hatte. Damit stiegen die Ausgaben der Staaten extrem und die Einnahmen brachen weg. Die „Schuldenkrise“ ist also keine neue Krise, sondern die Fortsetzung der globalen Finanzkrise. Dazu kommt das Problem, dass der Eurozone eine einheitliche Sozial-, Steuer- und Lohnpolitik fehlt, weil die marktradikale Ideologie trotz einheitlicher Währung an der Konkurrenz der Euro-Staaten auf den Weltfinanzmärkten festhielt.
Die von der EU verordneten Kürzungsprogramme haben in den betroffenen Ländern das Gegenteil von dem bewirkt, was sie erreichen sollten. Nicht nur die Wirtschaftskrise wurde verschärft, sondern auch noch die Schuldenkrise selbst. Die betroffenen Länder werden systematisch in die Rezession getrieben. Schuldenbremsen und Stabilitätsversprechen sind in einer solchen Situation reine Augenwischerei. Über das von mir hervorgehobene bin ich tatsächlich in Zweifel, ob es das Gegenteil bewirkt. Mir mutet es eher so an, als würden die Programme exakt das tun, was sie tun sollen. Und dies auf der Basis meiner eher positiven Einschätzung über den menschlichen Intellekt. Oder kurz: so dumm kann schlicht und ergreifend keiner sein, bis auf ein paar Ausnahmen, würde ich von der Normalverteilung ableiten. Nun gut, die theoretischen Möglichkeiten sagen nichts über die Art und Weise der Bedienungsmodalitäten aus. Die Liste der Unterzeichner ist lang und hochkarätig, respektive hochgebildet. Das erinnert mich an eine Frage, die ich vor Jahren in den öffentlichen Mainstream-Raum warf, wer denn die Fachleute/Wirtschaftsweisen sind, die uns diesen finanzmarktgetriebenen Kapitalismus der Neoliberalen als alternativloses Volkswirtschafts- und Gesellschaftsmodell empfahlen. Dass ich dazu nie wirklich eine konkret personifizierte Antwort erhielt, sei nur am Rande erwähnt. Man hörte stets: " Die Fachleute ... wissen es besser ... sind nicht zu kritisieren ... ihr habt keine Ahnung, wie Geld, der Markt, Wirtschaft, Finanzmarkt funktioniert ... ". Völlig unabhängig vom jeweiligen Bildungsgrad natürlich. Stets ausschließlich auf Widerspruch gerichtet, im Zweifelsfall war der Kritiker der Friedmann'schen "Glaubensausrichtung" halt ein "dummer" Professor. Und dies unabhängig von der Feststellung, die ein Prof. Ankersmit im NL Handelsblatt gemacht haben soll: „ Für die Neoliberalen sind die gesellschaftlichen Belange Unsinn“, „der Neoliberalismus kennt allein private Belange und will auf diese Weise in den Feudalismus zurück.“ Ein Widerspruch in sich, für ein alternativloses Volkswirtschafts- und Gesellschaftsmodell, letzteres ohne Belang zu lassen. Denn man darf nicht vergessen, Gesellschaft ist der Antrieb für Volkswirtschaften. Ohne das eine, verliert sich die Bedeutung des anderen, was einen tatsächlichen Naturgesetz gleich kommt, ganz im Gegensatz zur Friedmann'schen "Glaubensausrichtung", die man als vom Menschen erschaffenes Werk deklarieren kann, nicht das Menschsein selbst. Meiner einer hat kaum Fachleute aus der sog. neoliberalen Hardcore-Szene gesehen ... viele Juristen, Politiker, "vorzeige" Bänker ... Mitspieler und Nutznießer des Casino Global keine Frage und natürlich ein Heer klugschwätzender Journalisten und Foristen .... Doch Koryphäen? Denn eigentlich liegen die Ursachen und Wirkungen, die Kausalitäten recht eindeutig auf der Hand. M.E. sogar völlig irrelevant, von welcher Seite man sie herleitet. Sei es rein ökonomisch, mathematisch, politisch oder geisteswissenschaftlich. Letztlich greift alles ineinander und führt zu den gleichen Ergebnissen. Den Ergebnissen, die wir vor Augen haben. Aus dem obigen Link: Zitat: Europa steht vor der Wahl, in der Krise auseinander zu fallen oder Wege zu einem anderen Wirtschaftsmodell einzuschlagen. Und nicht nur Europa ....
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onlyme
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Verfasst: Do 10. Nov 2011, 16:58 |
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Registriert: So 23. Okt 2011, 15:54 Beiträge: 44
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Prima, dazu passt auch das hier Zitiere mal: Zitat: So erreicht der Neoliberalismus über den durch die Deregulation der Finanzmärkte selbst erzeugten finanziellen „Sachzwang“ exakt die Durchsetzung jener „Reformen“, die einzeln in den jeweiligen Ländern auf demokratischem Wege durchzubringen kaum möglich gewesen wäre oder (ihm) viel zu lange gedauert hätte. Mit anderen Worten: Seinen „Endsieg“.
Auf die absehbaren fatalen ökonomischen Folgen dieser Strategie möchte ich hier nicht eingehen. Aber, wer sich nur Reste sozialer Sensibilität bewahrt hat, muss sich doch jetzt die Frage stellen: Was geschieht in diesen Ländern mit den Menschen? Welches Schicksal kommt auf den einfachen Bürger zu, der von seiner Hände Arbeit lebt, welche Perspektiven haben insbesondere die jungen Menschen? Gibt es jetzt in Griechenland, Italien, Spanien und Portugal eine ganze Generation, die später in die Geschichtsbücher als die „verlorene“ eingehen wird? Blüht dieser Generation jetzt ein ähnliches Schicksal wie der jungen Generation aus den achtziger und neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts und der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts? Wird sie wie jene das Opfer einer totalitären Ideologie? War es damals der nationalistische Chauvinismus aller europäischen Nationen (und nicht nur des deutschen Kaiserreichs) und später der Revanchismus der Nazis, der den Herrschenden als Instrument diente, von der nicht gelösten sozialen Frage des Kapitalismus abzulenken, so ist es heute eine elitaristisch, ja sozialdarwinistisch argumentierende Ideologie, die medial entsprechend aufbereitet, sich ähnlich totalitär und „alternativlos“ gebärdet wie jene des vorigen Jahrhunderts.
Man mag diese Parallele für zu weit her geholt, ja für völlig übertrieben halten und der Zyniker wird einwenden, lebenslang arbeitslos zu bleiben oder sich in prekären Beschäftigungen bis zum Lebensende durchzuschlagen, sei immer noch viel besser als sein Leben mit 19 Jahren auf den Schlachtfeldern von Verdun, Langemarck oder Stalingrad auszuhauchen. Stimmt! Die Frage ist nur: Wenn dieser Unterschied den Fortschritt eines ganzen Jahrhunderts markiert, was ist ein System wert, das solch einen Fortschrittsbegriff hat? Schonungslos und sauber auf den Punkt. Perspektivlosigkeit ist ein Nährboden für totalitäre Regime, und ich gehe davon aus, man wusste, was man tat, und wusste somit auch um die Konsequenezen. Wo das hinführt ...? Zumindest nicht in eine fortschrittliche, an humanitären Gesichtspunkten ausgerichteten Gesellschaft, in der jeder Mensch eine Heimat findet und aufgefangen wird in Notsituationen, wodurch auch immer hervorgerufen.
_________________ Hundert Worte, die den Verstand beeindrucken, wirken nicht so tief, wie ein einziges Wort, das das Herz berührt.(Thyde Monnier )
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